Motorradtour durch Vietnam – 10 Tipps

Vietnam ist seit Jahren ein beliebtes Reiseziel in Südostasien. Das Land ist wunderschön, hat von grünen Bergen über Sanddünen und weißen Stränden alles zu bieten. Dazu sind die Reise- und Lebenskosten niedrig! Das Essen schmeckt fantastisch, der Kaffee ist einer der besten weltweit und die Menschen des Landes sind freundlich und hilfsbereit. Und hat man sich bei der Botschaft ein Visum erkauft, darf man sich nun in Vietnam mindestens einen Monat aufhalten.


Das motorcustom.de Team auf Motorradtour in Vietnam!

Vietnam Reisfelder

Vietnam hat landschaftlich alles zu bieten. Ideal für eine Motorradtour!

Wie man seine Reise gestaltet ist vom eigenen Geschmack (oder dem des Partners…) abhängig. Standard ist die Busreise und Nächtigung in den größeren Metropolen und Städten des Landes – Backpacker mit kleinem Budget bevorzugen hier die Hostels, doch die Möglichkeiten z.B. in Saigon oder Hanoi reichen bis zum Luxus 5 Sterne Hotel.

Beliebt ist neben der Standard Busreise auch eine Motorradtour. In der Tat, ist dieses Fortbewegungsmittel grade bei Backpackern und Abenteurern in Vietnam sehr populär! Warum grade Vietnam für eine Motorradreise? Die Straßen sind größtenteils gut befahrbar und die Aussichten, z.B. in den Gebirgen, einfach unbezahlbar. Dazu ist der Ankauf eines Bikes relativ preiswert und die Strecke von Saigon (Ho Chi Minh City) nach Hanoi bzw. oder vice versa – je nach Ankunftsflughafen, in einigen Wochen zu meistern.

Ich und das motorcustom.de Team haben die Strecke Saigon nach Hanoi in 3 Wochen abgefahren und dabei Land und Leute kennengelernt. Dabei sind wir meist abseits des Highways über die Bergstraßen gebrettert und möchten mit diesem Blogbeitrag eventuellen Motorradtour Interessierten wichtige und gute Tipps für Vietnam geben.

Ich muß darauf hinweisen, daß Vietnam keinen internationalen Führerschein anerkennt! Das heisst, wer sich hier ein Motorrad, Roller, etc. mietet oder kauft bewegt sich illegal! Ich habe bei der Vietnamesischen Polizei bisher keine Korruption gegenüber Motorradtouristen festgestellt. Das sah auf Bali in Indonesien oder in Kambodscha schon anders aus. Hier wird gerne von den Offiziellen die Hand aufgehalten und kräftig von den Touris abkassiert – direkt in die eigene Tasche versteht sich. Wie gesagt, in Vietnam ist mir dies nicht aufgefallen und ich habe davon auch von anderen Reisenden nie etwas gehört.

Das Problem ohne internationalen Führerschein illegal unterwegs zu sein ist folgendes: Keine Auslandskrankenversicherung kommt für Unfall/Rehakosten auf – sollte es zu einem Unfall kommen. Dasselbe gilt für Haftpflichtversicherungen. Also wenn euch etwas passiert (Gott bewahre!), seit ihr besser nicht selber am Steuer gewesen ;)

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich niemanden eine Motorradtour in Vietnam empfehlen möchte!!!

Motorrad fahren an sich ist nicht ungefährlich und erst recht nicht in Vietnam! Es ist ein Megaspaß und eine der besten Motorradtouren die ich je gemacht habe – aber es ist gefährlich! In Asien ist Motorradbekleidung quasi unbekannt und nicht wirklich erhältlich. Alles was vorgeschrieben ist, ist ein Helm – welcher meist mehr einer Nussschale ähnelt und ebensolche Sicherheit bietet.

Für diejenigen, welche mein Abraten einer Motorradreise in Asien nicht abschreckt möchte ich meine Erfahrungen und Tipps weitergeben, damit ihr einige Fehler umgehen könnt und wisst was in Vietnam auf dem Motorrad auf euch zukommt.

    • 1. Vorbereitungen auf die Motorradtour in Vietnam

Bevor es los geht, solltet ihr euch Gedanken über euer Motorrad oder Roller machen.
Beliebt ist die 4-Gang “Honda Win” – ein Motorrad mit ca. 100ccm bzw. 110ccm. Größere Motoren sind in Vietnam und ganz Südostasien selten und auch nicht wirklich nötig – zuviel Power bringt euch auf manchen, schlechten Straßen um.

Übrigends hat Honda nie ein Motorrad mit dem Namen “Win” produziert – es findet sich zumindest nicht in der Modellliste auf der Webseite. Man munkelt, die Maschine sei ein China-Bike und man nennt sie einfach “Honda”. Wie dem auch sei. Die Maschinen sind relativ zuverlässig und einfach zu reparieren. Außerdem hat jeder Mechaniker (auch im Nirgendwo) die passenden Ersatzteile parat (ist eben ein beliebtes Kraftrad in Vietnam).

Andere Leute machen den Trip auch mit Semiautomatik oder Vollautomatik Rollern. Ist ohne weiteres möglich aber ich bevorzuge eine manuelle Schaltung – wie die meisten Reisenden ebenfalls. Ist einfach spaßiger :)

Motorrad Vietnam

Das Fahrzeug des www.motorcustom.de Teams – die “Honda Win”

Kaufen könnt ihr ein Bike in Hanoi oder Saigon an jeder Ecke..dabei gibt es hier professionelle Händler, welche auch einen Ankauf von Krafträdern nach eurer Reise machen. Eine andere Möglichkeit und eine preiswertere ist, euer Vehikel von Backpackern (oder anderen Reisenden) zu kaufen und später an andere Reisewillige direkt zu verkaufen. Denn wie bei allen Händlern gilt auch in Asien: Ihr bekommt hier fast nie einen guten Preis – weder beim Ankauf, noch beim Verkauf. Dafür müsst ihr aber auch nicht durch Hostels schleichen und die Backpacker fragen, wer ein Bike verkaufen bzw. kaufen möchte. Auch Craigslist bietet einige Angebote von Reisenden, welche ihr Motorrad los werden möchten.

Problem: Wie soll man erkennen, welches Motorrad auch was taugt und was ist ein guter Preis? Nun, kennt man sich nicht mit Motoren, etc. aus ist das nicht immer einfach. Gut wenn man jemanden im Hostel an der Hand hat, welcher einen Blick auf das Bike der Wahl werfen kann. Wichtig ist: Ölt der Motor? Ist die Kette noch gut und geölt? Reifen sind noch ok und haben Druck? Sollten die Bremsen ersetzt werden? Natürlich die Testfahrt nicht vergessen. Händler waschen die Bikes schön und malen den Motorblock an – lasst euch nicht direkt vom ersten Eindruck täuschen.

Und ab gehts auf 100ccm!

Und ab gehts auf 100ccm!

Auf der Straße gilt: Macht alle 500 km einen Ölwechsel und lasst die Kette ölen und spannen! Dieser Service ist im kleinsten Kuhkaff beim örtlichen Mechaniker für unter 5 USD (ca. 3,50 Euro) kein Problem! Macht dies auf jeden Fall bevor ihr los startet – egal was euch der Vorbesitzer über den letzten Ölwechsel erzählt.

Motorradreperatur Vietnam

Mit Reperaturen ist zu rechnen. Doch jeder Vietnamese ist auch Mechaniker :)

Preise für Maschinen starten bei ca. 150 USD (Backpacker) und gehen hoch bis 500 USD (Händler) – je nach Zustand des Bikes und Standort (in Saigon sind die Bikes teurer als in Hanoi). Handeln lohnt sich. Macht auch sicher, dass ihr einen guten Vollintegralhelm (also nicht nur einen Eierwärmerhelm) und Spanner für eurer Gepäck erhaltet.

Auch wichtig!!! Ein Bike ist in Vietnam registrierungspflichtig. Das bedeutet, ihr müsst beim Kauf einen Motorrads ebenfalls eine kleine, laminierte Registrierung erhalten. Dies ist quasi eurer Fahrzeugbrief – ohne diesen gilt das Bike als gestohlen! Prüft die Nummer auf dem Nummernschild und die Seriennummer des Rahmens. Diese müssen mit den Nummern auf eurer Registrierung übereinstimmen.

Alternativ gibt es geführte Motorradtouren wie von den “Easy Riders”. Hier bekommt ihr ein Bike gestellt (top in Schuss und meist mit etwas mehr ccm) oder fahrt Sozius mit dem Guide. Euer Reiseführer bringt euch zu sehenswerten Regionen und Plätzen, ihr entscheidet wie lange die Tour werden soll.
Ein Guide plus Bike ist nicht ganz preiswert aber euer Vietnamesischer Freund kennt die Gegend und ihr kommt dorthin, was Leute wie ich vielleicht auf der Strecke übersehen da ich keinen Guide hatte. Ein Reiseführer (ohne Motorräder, diese kosten Aufpreis) kostet ca. 100 bis 150 USD am Tag. Diesen Preis könnt ihr natürlich in der Gruppe aufteilen.

Küste und Berge sind in Vietnam einfach schön.

Küste und Berge sind in Vietnam einfach schön.

Habt ihr nun ein Motorrad/Roller, so ist der erste Schritt getan. Der nächste ist – macht ihr die Reise nun alleine? Nicht jeder Backpacker ist in einer Gruppe unterwegs. Und nicht jeder Reisende in einer Gruppe möchte eine Motorradtour durch Vietnam machen. Es ist aber ausdrücklich zu empfehlen, in einer Gruppe oder zumindest zu zweit zu reisen. Damit meine ich zwei Kraftfahrzeuge, nicht zwei Personen auf einem Motorrad. Warum? Wenn etwas passiert – und sei es nur, dass der Sprit alle ist – so kann der Andere Hilfe holen. Grade in den Bergen kann es manchmal eine Stunde dauern, bis euch ein anderer Rollerfahrer begegnet und dieser muß euch erstmal helfen wollen wenn die nächste Tankstelle in 50km in der anderen Richtung liegt!

motorcustom.de Team

Das motorcustom Team in den Startlöchern!

Mir ist diese Situation ähnlich passiert. Ich startete mit dem Team und zwei anderen Backpackern, welche wir zwei Tage zuvor zufällig in einem Hostel beim Bier kennengelernt hatten meine Reise. Nach einer Woche blieb ich noch einen Tag länger in “Muine” und wollte unsere Gruppe die nächsten Tage einholen und mich dieser also wieder anschließen. Ich fuhr in die Berge – fantastische Aussicht. Doch kein anderer Mensch weit und breit zu sehen. Kein Problem, wenn mir der Reifen nicht geplatzt wäre. Ich bin in einen Nagel gefahren und nur mit Glück nicht gestürzt. Eine ernste Verletzung wäre hier eventuell schnell tödlich geendet, denn der erste Vietnamese ist mir erst nach einer Stunde begegnet. Ich schubste meine Honda Win in der Mittagssonne ohne Wasser über die Berge und war nahezu völlig verausgabt. Glück für mich, die Vietnamesen abseits der Touristenmetropolen sind sehr freundlich und fast jeder weiss wie man “einfache” Motorradprobleme behebt und hat auch das Equipment dafür.

Der beste Kaffee der Welt!

Der beste Kaffee der Welt!

Nach dieser Erfahrung bin ich nicht mehr alleine in den Bergen unterwegs gewesen. Schließt euch daher zusammen. Auch Übernachtungen in Hotels werden so viel billiger. Außerdem ist zusammen reisen viel mehr fun!

      • 2. Go with the Flow


Der Verkehr in Hanoi ist “interessant”.

Ein Fehler ist definitiv sich das erste Mal auf ein motorisiertes Zweirad in Asien zu setzen. Ihr solltet das Fahren vorher gelernt haben und so z.B. wichtige Fahrmanöver wie Ausweichen oder Vollbremsung geübt haben. Ich habe eine Menge Leute in Südostasien getroffen welche sich durch eigene Dummheit, sprich auf eigene Faust in Asien Roller fahren lernen, unglücklich gemacht haben. Seit hier smarter!

"Uncle Ho" ist in Vietnam allgegenwärtig.

“Uncle Ho” ist in Vietnam allgegenwärtig.

Nun Fahrmanöver sind nützlich – was ist mit den Verkehrsregeln wie z.B. “rechts vor links”? Vergesst diese!!! Würdet ihr so fahren wie zu Hause, kommt ihr in dem Wirrwarr hier niemals vorwärts.

Ich bin schon oft in Asien Roller gefahren. Der Verkehr in Saigon oder Hanoi ist allerdings nochmal eine Nummer härter – es sind einfach zu viele Roller und Zweiräder auf den Straßen. Vor meiner ersten Fahrt in Saigon war ich doch etwas nervös, lernte aber schnell – mache es wie die Vietnamesen. Bewege dich mit dem Fluss. Fast kein Vietnamese hat einen echten Führerschein gemacht. Erst recht nicht auf dem Roller. So ist das Links abbiegen hier an einer großen Ampelkreuzung einfach nur ein Chaos. Die Linksabbieger warten nicht auf die Leute gegenüber, sondern fahren einfach in die Kreuzung. Machen dies genug Zweiräder, so stoppt der andere Verkehr notgedrungen. Fahrt also mit so einer Traube an Zweirädern mit oder benutzt ein größeres Fahrzeug als “Schild”.

              • 3. Respektiere die Großen

Motorrad Vietnam

Die Großen haben immer recht!

§1 der Straßenverkehrsordnung? HA! Hier wird genau im Gegenteil gehandelt. Es gilt das Gesetz des Stärkeren. Rücksicht auf mehr gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Roller oder Motorräder gibt es nicht!Macht man nicht Platz, wenn sich zwei LKWs auf dem Highway überholen so wird man fast einfach weggekickt. Keine Rücksicht auf Verluste. Seit daher immer voll konzentriert und träumt nicht auf dem Motorrad und nehmt euch vor den Großen in Acht!

              • 4. Hupen hilft

Die Hupe ist Kommunikationsmittel Nummer eins auf der Straße in Vietnam

Die Hupe ist Kommunikationsmittel Nummer eins auf der Straße in Vietnam

Die Hupe wird bei uns in Europa größtenteils nur als Warnsignal eingesetzt. In Asien ist sie Kommunikationsmittel und Lebensretter Nummer eins. Vietnamesen schauen fast nie in die Rückspiegel, wenn denn überhaupt welche vorhanden sind. Um sich bemerkbar zu machen bleibt damit nur das Horn. Also wird quasi immer und überall gehupt. Ihr überholt jemanden – besser hupen. Ein Roller fährt vom Hof auf eure Straße ein – besser hupen. Gewöhnt euch daran. Leute verlassen sich darauf, dass ihr sie durch die Hupe vor euch “warnt”!

              • 5. Rechne mit allem

Wasserbüffel sind quasi überall. Wiegen aber sicher eine Tonne! Also Vorsicht!

Wasserbüffel sind quasi überall. Wiegen aber sicher eine Tonne! Also Vorsicht!

Viecher sind überall!

Viecher sind überall!

Auf der Straße müsst ihr mit allem und jedem rechnen! Ich meine damit Hunde, Kinder, Wasserbüffel, Kühe und alles andere. Auf den Dörfern im Landesinnere gibt es keine Ställe. Das Vieh läuft wo es will und grast an der Straße. Wildwechsel sind hier besonders gefährlich. Seit bremsbereit und beobachtet die Viecher. Hunde sind nicht angekettet und spielen auf der Straße. Nicht selten, dass die Köter dabei überfahren werden. Seit hier stets aufmerksam und macht regelmäßige Pausen! Am besten alle Stunde bis eineinhalb Stunden für einen Vietnamesischen Kaffee anhalten. Der Kaffee in Vietnam ist einer der besten weltweit. Ihr werdet davon nicht genug kriegen können :)

 

Was drauf passt, kommt auch drauf. Zur Not eine Familie mit 3 Kindern, Vater, Mutter, Hund und zwei Hühner

Was drauf passt, kommt auch drauf. Zur Not eine Familie mit 3 Kindern, Vater, Mutter, Hund und zwei Hühner

 

      • 6. Kratz nicht die Kurve

 

Kurven fahren macht Spaß. Aber ist nicht ungefährlich in Vietnam!

Kurven fahren macht Spaß. Aber ist nicht ungefährlich in Vietnam!

Besonders in den Bergregionen wie z.B. auf dem Ho Chi Mingh Trail sind die Straßen bergig und nicht sonderlich gut und weit überschaubar. Achtet darauf, wie schnell ihr in eine Kurve geht, wenn ihr z.B. grade ein Gefälle runter fahrt. Die Straßenverhältnisse können sich schlagartig ändern. Seit ihr noch grade ca. 10 km auf einer passablen Rute gefahren, kann sich hinter oder in der Kurve ein tiefes Schlagloch befinden – dies immer im Hinterkopf behalten um ein gekonntes Ausweichmanöver durchzuführen.

Schlimmer als Löcher in der Kurve ist jedoch der Gegenverkehr. Ich garantiere euch: Ihr werdet in den Bergregionen minutenlang, vielleicht auch stundenlang fahren ohne ein Fahrzeug im Gegenverkehr zu haben. Und genau dann in einer Kurve kommt euch ein dicker LKW entgegen, welcher natürlich die Kurve schneidet. Ich habe mir angewöhnt bei besonders überschaubaren Kurven mehrmals davor zu Hupen. Mit etwas Glück, hört dies der Gegenverkehr und stellt sich auf euch ein. (Siehe Punkt 4. Auch solltet ihr nie Kurven schneiden und etwas vom Gas in der Kurve gehen.

              • 7. Google weiss nicht alles!

Hier eine “Abkürzung”, welche wir dachten zu nehmen. Ein Fehler :) Google weiss eben nicht alles..

Google ist dein Freund! Zumindest wenn du ein GPS fähiges Smartphone hast. Und dies ist eine absolute Empfehlung für die Vietnam Motorradtour. Genau wie gute Motorradschutzkleidung! Google stellt kostenlos Google Maps zur Verfügung – alles was du brauchst ist das Smartphone und die Karten (einfach mit WiFi im Hotel runterladen – bzw. einfach die Route nah ran gezoomt auf der Karte verfolgen, dann lädt dein Smartphone die Karte detailliert runter). Nur wenig Einheimische sprechen Englisch – nach dem Weg fragen irgendwo im Nirgendwo ist nich..das heisst eine gute Straßenkarte hilft hier aber besser noch GPS. Denn dies zeigt euch genau eure Position und Ausrichtung an. Glaubt mir, ohne dieses Tool hätte meine Reise sicherlich doppelt so lange gedauert und wäre teilweise sehr frustrierend gewesen.

Google Maps weist euch den Weg per GPS. Doch informiert euch vorher über eure Strecke!

Google Maps weist euch den Weg per GPS zu wunderschönen Plätzen in Vietnam. Doch informiert euch vorher über eure Strecke!

Nun gut, Google Maps und GPS sind super..aber: Es gibt Dinge die Google nicht weiss. Beispielsweise die Bedingungen der Straße. Was auf der Karte wie eine Abkürzung zwischen A und B aussieht, ist vielleicht leider die letzte Ruckelpiste. Und dann dauert die Strecke eben leider dreimal solange. Auch weiss Google oft nicht wo das nächste Hotel auf der Route liegt. Ich war einen Tag unterwegs (mehr als 9 Stunden) und habe ein Hotel gesucht, bis es Dunkel wurde – jedoch war in der Bergregion zwar die Stadt in Google Maps verzeichnet doch leider keine Info über ein Hotel. Und es gab auch keins. Ich hatte Glück und konnte einen Home Stay bei einem Dorfbewohner machen.

Danke google und smartphone!

Danke Google und Smartphone!

Denn wichtig ist auch bei eurer Reise: Vermeidet im Dunkel zu fahren. Die Honda Wins und Roller haben kein ausreichendes Licht und die Fahrbahn kann im Dunkeln einfach nicht ausreichend “gelesen” werden. Fahren auf der Landstraße bei Dunkelheit ist Selbstmord in Vietnam!! Nochmal zu Google: Fragt einfach andere Reisende nach guten Routen oder wo man nächtigen kann und schließt euch zusammen!

          • 8. Flott, doch nix gesehen

Wer keine Pausen macht und zu schnell unterwegs ist, ist schnell ausgebrannt :(

Wer keine Pausen macht und zu schnell unterwegs ist, ist schnell ausgebrannt :(

Zusammen reisen hat Vorteile wie z.B. die Sicherheit und jemanden der Englisch, Deutsch, etc. mit dir reden kann. Nur manchmal übertreiben es deine Mitreisenden eventuell. Was ist der Sinn einfach mit Volldampf durch wundervolle Landschaften zu heizen? Du kannst bei hohen Geschwindigkeiten deinen Blick nicht von der Straße nehmen, ergo siehst du nichts von der Landschaft. Hast du einen solchen Raser in der Gruppe, weise ihn mal freundlich darauf hin. Auch ist der Fahrstil natürlich ohne Ende gefährlich! Die meisten Fahrer haben nur einen Helm auf und der Rest des Körpers ist ungeschützt und das nächste Krankenhaus, sowie Krankenwagen ca. 3 Stunden entfernt. Glaubt mir – geht in jedem Fall auf Nummer sicher und “take it easy”!

          • 9. Alle Wetter

Regen ist besonders im Norden von November bis April stärker vorhanden.

Regen ist besonders im Norden von November bis April stärker vorhanden.

Nun ich habe meine Reise in Saigon gestartet – es war heiss und trocken. Ich saß tagelang nur in Shorts und T-Shirt (soviel zu meiner Schutzkleidung :P ) auf dem Bock. Als es in die Berge ging wurde es dann schlagartig kalt. “Dalat” ist relativ hoch gelegen und ich musste gegen Abend absteigen und mir sämtliche Kleidung aus meinem Rucksack überziehen, da ich schon am zittern war. Im Norden, ca. 200 km vor Hanoi im März war es dann am Regnen und Windig, sowie kühl. Ich hatte leider keine passende Kleidung mit und habe mir eine gute Windjacke, wie ein Regencape gekauft. Dies hielt das gröbste ab, doch ich denke hätte ich mich zu Hause besser über das Wetter in den Regionen Vietnams informiert, so wäre meine Motorradtour am Ende (die letzten 200 km) etwas trockener geworden.

          • 10. Sprachbarrieren

Keiner kann in den Bergen Englisch? Naja, getrunken werden kann auch ohne zu sprechen :)

Keiner kann in den Bergen Englisch? Naja, getrunken werden kann auch ohne zu sprechen :)

Etwas nervig in Vietnam: Keine spricht Englisch. Höchstens in Hotels der größeren Städte und da auch nur schlecht. Nehmt euch ein Wörterbuch im Taschenformat mit. So könnt ihr relativ schnell das Wichtigste vermitteln (Schlafen, Essen, Kaffee, Mechaniker, etc.).

Solltet ihr eine Motorradreise in Vietnam geplant haben, hoffe ich dass euch meine Tipps helfen. Seit vorsichtig und genießt dieses atemberaubende, wunderschöne Land.

Gute Reise und allzeit gute Fahrt euch!

Noch ein paar Eindrücke der Reise:

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Kurven fahren macht Spaß. Aber ist nicht ungefährlich in Vietnam!

Kurven fahren macht Spaß. Aber ist nicht ungefährlich in Vietnam!

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Ein Gedanke zu “Motorradtour durch Vietnam – 10 Tipps

  1. Cooler Bericht, scheint ja ein echtes Abenteuer gewesen zu sein. Ich hoffe ich komme in Zukunft mal dazu auch so etwas zu machen! Weiterhin “Gute Fahrt”, auch auf deutschen Straßen ;)

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