Motorradbekleidung – Was gehört dazu?

Motorradbekleidung besteht aus einer Vielzahl von Bekleidungsstücken. Dabei sind manche eher für den Komfort des Fahrers da, andere Kleidung auf dem Motorrad soll einzig dem Schutz dienen. Wir informieren Sie in diesem Artikel, welche Kleidung zur Motorradbekleidung zählt und auf welche Sie nie verzichten sollten.Auch stellen wir ihnen ein paar optionale Kleidungen vor, welche ihr Fahren auf dem Motorrad angenehmer machen werden aber kein direktes Plus an Sicherheit geben. Der Motorradfahrer hat kaum passiven Schutz um einen Sturz zu verhindern. Zwar gibt es auch ABS bei Motorrädern, doch in erster Linie ist die Motorradbekleidung der erste Schutzfaktor des Bikers.

Was gehört zur Motorradbekleidung?

Motorradbekleidung besteht mindestens aus diesen Teilen:

  • Motorradhelm
  • Motorradjacke
  • Motorradhose
  • Lederkombi
  • Motorradschuhe
  • Motorradhandschuhe

Daneben gibt es noch Motorradbekleidung wie z.B. spezielle Unterbekleidung für Motorradfahrer oder Protektoren.

Motorradhelm

Ein Integralhelm ist Bestandteil von Motorradbekleidung
Kopfverletzungen auf dem Motorrad können bereits mit noch unter 30 km/h tödlich enden. Daher muß unser Denkorgan, das Gehirn, gut ein gewattet werden. In den alten Zeiten um 1900 bis in die 40er Jahre wurde oft nur eine Lederkappe aufgesetzt. Diese half natürlich bei Stürzen nur gegen Abrieb, hatte aber gegen z.B. einen harten Aufprall so gut wie keinen Effekt.

Mit dem Schalenhelm – den “Eierkappen” kamen schon bessere Schutzeigenschaften hinzu. Jedoch waren die Plastikmaterialien nicht so weit entwickelt wie heute und auch ein Kinnschutz fehlte. Außerdem musste eine Brille aufgesetzt werden. Schiebevisiere gab es noch nicht.

Diese kamen erst mit dem Integralhelm dazu. Diese Form existiert seit ca. den späten 60er Jahren und wird heute noch genutzt. Diese Form des Helmes schützt nun den kompletten Kopf, Auch ermöglicht dieser Helm das Fahren bei extrem hohen Geschwindigkeiten, Stromlinienförmig geformt und Windichtigkeit ermöglichen uns das Fahren jenseits der 100 km/h ohne es im Gesicht zu spüren.

Motorradjacke

Motorradjacken sind ebenfalls schon seit den späten 1800er Jahren ein Standard auf dem Motorrad. Dabei schwören wir heute noch auf das Material, welches die Motorradfahrer damals schützte. Auch moderne Motorradjacken bestehen heute noch aus Leder. Ein Naturprodukt! Alle Test bestätigen die beste Schutzwirkung bei Stürzen. Fällt der Fahrer, so rollt der Körper meist über eine große Distanz z.B. über Asphalt. Kein anderes Material außer Leder, kann diesem Abrieb standhalten ohne dass das Material bis zum Körper aufreißt.

Andere Motorradjacken sind aus z.B. Cordura oder GoreTex gefertigt. Preiswerte Materialien aus Nylon – also Plastik. Das große Plus hier: Tolle Atmungsaktivität. Leider ist der Sicherheitsfaktor bei Unfällen auch nach Jahren der Verbesserung der Materialien immer noch weit unter dem der Motorradjacken aus Leder. Hier ein Link zu einem guten Online Shop, welcher Motorradbekleidung aus Leder vertreibt.

Motorradhose

Die Motorradhose ist ebenfalls ein wichtiges Sicherheitsfeature eines Bikers. Hier gibt es auch verschiedene Ausführungen. Die Hosen unterscheiden sich z.B. wieder im Material. Auch hier kann man zwischen Nylon oder Leder wählen. Wobei Vergleiche von Motorradbekleidung wieder bestätigen, dass Leder hier der Sieger ist.

Neuerdings gibt es “Kevlar-Jeans” zu erwerben. Dies sind normale Jeans, welche mit einer Kevlar Unterschicht verstärkt sind. Die Hosen sind wie andere, z.B. Cordura Textilbekleidung, sehr angenehm zu tragen und bieten bei geringen Geschwindigkeiten im Stadtverkehr einen soliden Grundschutz. Bei höherem Tempo bieten die Hosen jedoch keinen ausreichenden Schutz mehr. Der ADAC hat dazu einen guten Motorradbekleidung-Test gemacht. Hier werden insbesondere Lederkombis getestet.

Lederkombis

Ein Lederkombi wird verbunden durch einen Verbindungsreißverschluß
Der Lederkombi ist quasi die Verbindung von Motorradjacke und Motorradhose. Verbindung ist dabei wörtlich genommen, denn die beiden Bekleidungsstücke werden durch einen Verbindungsreißverschluß verkettet und bilden so eine Einheit. Dadurch bietet der Lederkombi einen Rundum-Schutz, sollte es zu einem Sturz kommen.

Motorradschuhe

Biker Boots sind Stiefel-ähnliche verstärkte Schuhe. Diese sollten Knöchelhoch sein und aus Leder gefertigt. Wie z.B. auch Arbeitsschuhe sind die kappen meist extra verstärkt – so dass z.B. bei einem Sturz und einem eingeklemmten Fuß kein großer Schaden durch das Gewicht des Kraftrades entsteht. Das Ledermaterial mit einer Stahl verstärkten Unterschicht sorgt für geringen Abrieb, sollte man sich mal “lang legen”. Ein Abrieb bis auf den Fuß ist bei guten Biker Boots quasi unmöglich. Ein wichtiger Tip bei Motorradschuhen: Kaufen Sie keine Schuhe mit Schnürsenkeln. Diese können sich z.B. in der Kette des Motorrades festhängen. Schuhe mit Reißverschluß sind Standard und absolut zu empfehlen.

Motorradhandschuhe

Das preiswerteste Utensil aber auch eines der wichtigsten. Unsere Hände greifen bei einem Sturz instinktiv vor uns und schützen den Rest des Körpers. Daher sind sie als erste bei einem Unfall betroffen. Gute Motorradhandschuhe bieten Leder mit Protektoren an den Gelenken. Diese Plastik Protektoren reiben somit bei einem Unfall ab und nicht unsere Haut.

Motorradunterbekleidung

Motorradfahren kann einen ins schwitzen bringen. Oder es kann auch bitterkalt werden. Motorradunterbekleidung oder auch Motorradunterwäsche kann hier etwas helfen. Sie kann im Sommer den Schweiz gut aufnehmen oder im Winter wärmend wirken. Sie bietet dabei einen passiven Schutz – denn wenn der Kradfahrer nicht so gestresst und abgelenkt durch die Hitze oder Kälte ist, kann er sich besser auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren.

Protektoren

Heutige Motorradbekleidung ist ausgestattet mit Protektoren
Motorradbekleidung und Protektoren sind seit einigen Jahren ein untrennbares Team. Heute hat so gut wie jede Motorradjacke zumindest die Taschen im Innenfutter, um Standardprotektoren nachzurüsten. Protektoren sind nichts anderes als Schaumstoff oder Plastikschützer wie man sie z.B. bei Skateboardern oder anderen Sportarten schon mal gesehen hat. Diese liegen an Stellen wie Ellenbogen, Knien und besonders im Wirbelbereich nahe am Körper. Viele Protektoren sind flexibel und kaum beim Tragen zu bemerken. Erst bei Belastung verhärtet sich das Material und schützt Gelenke und Organe. Wichtig bei Protektoren ist, dass diese nicht verrutschen. Ansonsten ist ihre Schutzwirkung für die kritischen Stellen gleich null. Besonders die Extremitäten, also Beine und Arme sind bei Unfällen von Motorradfahrern betroffen. Motorradbekleidung mit Protektoren kann hier echte Wunder bewirken und Leben retten.